Mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 setzt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus einen weiteren Meilenstein in der Verankerung digitaler Bildung: Das im Rahmen des Programms „Digitale Schule der Zukunft“ erprobte System der „Ankerschulen Digitale Bildung“ wird flächendeckend weitergeführt und deutlich ausgebaut. Ziel ist es, erprobte Praxisbeispiele („Best & Next Practices“) noch systematischer in der Region zu multiplizieren und Schulen bei der digitalen Transformationsarbeit auf Augenhöhe zu vernetzen.
Ziele und Erweiterung der Ankerschulen
Bayerische Schulen stehen im Zuge des digitalen Wandels vor vielfältigen Herausforderungen: Von der Einbindung mobiler Endgeräte über die Nutzung der BayernCloud Schule (ByCS) und den Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) bis hin zu neuen Prüfungsformaten und medienerzieherischen Fragen.
Während zentrale Vorgaben und Fortbildungsangebote den strukturellen Rahmen schaffen, setzt das Ankerschulkonzept auf den horizontalen Erfahrungsaustausch zwischen Lehrkräften und Schulleitungen.
Ab 2026/2027 werden auch Grund- und Förderschulen vollumfänglich in das System integriert.
Bestehende Strukturen nutzen
Die Förderschulen in Oberbayern pflegen bereits seit dem Schuljahr 2019/20 einen regelmäßigen Austausch zu digitalen Themen unter den Förderschulen. In neun Regionalgruppen organisiert treffen sich die DigiBi-Koordinatorinnen und -koordinatoren sowie Systembetreuungen, um sich über aktuelle Themen zu informieren und gegenseitig mit Best Practice Beispielen zu unterstützen.
Dieses Regionalgruppensystem wird als dezentrale Lösung für die Förderschulen in Oberbayern weiter genutzt und um die Ankerschulen als Ort von Next Practice erweitert. Zusätzlich soll der Aspekt von Hospitationen verstärkt in den Blick genommen werden.
Wer sind die Ankerschulen
In Oberbayern wurden im Bereich der Förderschulen zwei Schulen benannt:
Joseph-von-Eichendorff-Schule Waldkraiburg
Schönachschule Altenstadt
Qualitätsorientierung: Das K+5-Modell und Jahresschwerpunkte
Der Fokus der Ankerschulen im Bereich der digitalen Bildung ist auf lernwirksamen Unterricht ausgerichtet. Als gemeinsames Qualitätsverständnis dient das „K+5-Modell“, bei dem die Effektive Klassenführung das Fundament bildet.
Für das Schuljahr 2026/2027 stehen zwei Hauptthemen im Fokus:
1. Verlässliche Rahmenbedingungen (Verbindlich für alle Schularten): Die Schaffung klarer Regeln, Routinen, Nutzungskonzepte und Supportstrukturen auf Schulebene als Basis für gelingenden digitalen Unterricht.
2. Generative KI im Unterricht (Schwerpunkt weiterführende Schulen): Die Multiplikation von Praxisbeispielen unter Nutzung der zentralen Werkzeuge (wie AIS.chat und KI-Komponenten der ByCS-Lernplattform).
Zusammenarbeit mit den Beratern digitale Bildung (BdBs)
Unterstützt bei der digitalen Schulentwicklungsarbeit werden die Ankerschulen von den Beratern digitale Bildung der Regierung von Oberbayern. Sie begleiten die Schulteams vor Ort und organisieren auch weiterhin die Regionalgruppentreffen der Förderschulen in Oberbayern. Bei Fragen rund um das Thema Ankerschulen wenden Sie sich bitte an einen medienpädagogischen Berater digitale Bildung.
